Weltkarte, von Netz überzogem

Vernetzung mit anderen Religionen aus allen Teilen der Welt - auch unter Bedingungen der Pandemie ist das möglich

Bild: pixabay

DialogverNETZt

Interreligiöses Gespräch online

Ein neues Online-Format zur interreligiösen Begegnung bietet das Büro des Islambeauftragten wöchentlich an.

DialogverNETZt möchte in einer Zeit, in der die meisten Bereiche des Lebens eingeschränkt sind, die Möglichkeit bieten, sich auszutauschen, in Musik und Wort die Weite zu finden, Gott zu suchen und in sich selbst und durch neue Begegnungen auf Reisen zu gehen.
 

Das Büro des Beauftragten für interreligiösen Dialog, Rainer Oechslen, Susanne Odin und Alexandra Morath, haben ein Programm auf die Beine gestellt, das es ermöglicht, im nahezu persönlichen Dialog mit Menschen ihrem Bildungsauftrag  auch unter Corona-Bedingungen nachzukommen.

 

Das ist eine Herausforderung, hat aber auch positive Aspekte: Das online-Angebot ermöglicht es, aus dem eigenen Wohn- und Arbeitszimmer zu kommunizieren und sich mit Dialogpartner*innen aus dem gesamten deutschsprachigen Raum direkt auszutauschen. Versäumte Veranstaltungen können als Aufzeichnung in einer Cloud angesehen werden.

Zugangsdaten zu den Veranstaltungen

An den aktuellen Veranstaltungen können Sie ab einer Viertelstunde vor Beginn unter diesem Link teilnehmen. Meeting-ID: 610 223 2769; Kenncode: Dialog

Mehr

Weniger

Kommende Veranstaltung:

DialogverNETZt macht Pause.

Alle vergangenen Veranstaltungen können auf Anfrage über die Cloud eingesehen werden. Die dienstäglichen Themenabende wird es ab November wieder geben. Wir haben schon einige Ideen, freuen uns aber sehr über Anregungen und Vorschläge. Wir möchten unser Spektrum gerne interreligiöser gestalten und auch anderen Religionen eine Plattform für Themen bieten. Folgen Sie uns gerne auf Instagram @dialogvernetzt, wo wir Sie auf dem Laufenden halten.

Wenn Sie nichts von DialogverNETZt und aus dem Büro des Islam- und Dialogbeauftragten verpassen möchten, dann schicken wir Ihnen auf Anfrage gerne unseren Newsletter.

Bisherige Veranstaltungen - auf Anfrage zugänglich

Prof. Dr. Tarek Badawia, Lehrstuhl für islamische Religionslehre, FAU, Erlangen

Jede ernsthafte Religion erhebt den Anspruch „wahr“ zu sein –sie kann gar nicht anders, denn in der Religion geht es um die Dinge, auf die ein Mensch sich unbedingt verlässt.Zugleich aber sind wir in der gegenwärtigen Gesellschaft mit konkurrierenden „Wahrheiten“ verschiedener Religionen konfrontiert.Wie steht es also mit der „absoluten Wahrheit“? Mit Gedichten von Nevfel Cumart

Ass. Prof. Dr. Aysun Yasar, Faculty of Islamic Science, Mersin, Türkei
Musikalische Begleitung von Duetto: Bernhard Seidel am Kontrabass, Theo Degler am Piano und Akkordeon
Special Guest: Sandra Nahabian Gesang

Pfarrer Tilmann Haberer im Gespräch mit Rainer Oechslen
MitGedichten von Nevfel Cumart.Die Corona-Krise hat nicht nur medizinische und wirtschaftliche Seiten. Durch den Abstand, den wir nun einhalten müssen, sind unsere Beziehungen gefährdet. Menschen werden einsamer. Die Seelsorge steht vor neuen Herausforderungen.Pfarrer Tilmann Haberer, der Leiter der „Münchner Insel“ und Rainer Oechslen berichten im Gespräch von ihren Erfahrungen.

Pater Felix Körner erzählt. Mit orientalischen Klängen begleiten Abathar Kmash (Oud) und Chrisa Lazariotou (Gesang) des Ogaro Ensembles durch den Abend.

Der Islamwissenschaftler und Professor für Dogmatik an der Päpstlichen Universität Gregoriana lehrt nach vielen Stationen im Ausland jetzt vor allem in Berlin. Er publiziert auffallend viel –zudem in deutscher Sprache, und trägt dazu bei, dass insbesondere muslimische Theologen aus der Türkei (leider nur wenige Frauen) auch bei uns bekannt werden

Theologische Einblicke mit  Gönül Yerli

Die Geburt Jesu wird im Koran geschildert ohne Stall und Krippe, dafür mit Marias Wehen unter einer Dattelpalme. Das Neugeborene kann sofort sprechen und es gilt als Wort Gottes. Der Islam und das Christentum unterscheiden sich in theologischen Fragen nach dem Gottesbild, der Göttlichkeit Jesu oder seinem Kreuzestod.Dennoch ist die Person Jesus im Islam von zentraler Bedeutung und nicht nur wichtig im Dialog der Religionen.

Musikalische Begleitung mit Klavier und Gesang von Konrad Zinner

Das Thema "Gemeinschaft" wurde von jungen Vertreter*innen unterschiedlicher Religionen im Team erarbeitet. Muslim*innen, Christ*innen, ein Bahai und ein Buddhist haben thematisch passende Stellen ihrer Schriften gelesen und Gemeinsamkeiten, Unterschiede und Aha-Momente herausgearbeitet. Daraus entstand eine Impuls-Dialog-Predigt, die von Gebet, Rezitation, Meditation und Musik umrahmt wurde.

Am Mi, den 10.2. beginnen die Vorbereitungen für das 2. Gebet am Di 2.März. Interessent*innen an der Mitgestaltung können sich gerne  bei den Veranstaltern melden.

 

Weihnachtliches literarisch/musikalisches Meeting.
Der Autor und Erzähler Su (Süleyman) Turhan kommt 1966 in Istanbul zur Welt und wandert im Alter von zwei Jahren als Kind türkischer Gastarbeiter nach Deutschland ein. Turhan schreibt Drehbücher und Romane, u.a. die von der ARD verfilmte Kommissar Pascha-Reihe. Er hat auch zahlreiche Kurzgeschichten verfasst, wie die Weihnachtsgeschichte „Tausendundeine Weihnacht“.Su Turhan lebt mit Familie in München.

Musiker: Sandra Nahabian (Gesang), Theo Degler (Akkordeon & Klavier ), Bernhard Seidel (Kontrabass)

Zeynep Gülçino, stv. Vorsitzende der DITIB Jugend Bayern 
spricht über ihre Erfahrungen, Studien und aktuelle Zahlen. Musik: Ferenc Kölcze (Violine) & Klaus Kämper (Violoncello) mit Werken von Johann Sebastian Bach.

.​

mit Dr. Katrin Visse von der Katholischen Akademie in Berlin
„Schrift und Tradition“ heißt ein geläufiges Thema der christlichen Theologie. Weniger bekannt ist, dass die Fragen von Schrift und Tradition auch islamische Theologen beschäftigen – dort unter der Überschrift „Koran und Sunna“. Wie verhält sich die Botschaft des Korans zu ihrer Auslegung in den Worten und Taten des Propheten Muhammad? Katrin Visse gibt uns einen Einblick in die Überlegungen islamischer Theologen zu diesen Fragen.

Musik: spanische und lateinamerikanische Klänge von Ricardo Volkert (Gitarre) und Jost-H. Hecker (Cello), Herrsching

Dr. Ali Ghandour, islamischer Theologe und Schriftsteller, zeigt in seinem jüngsten Buch Liebe, Sex und Allah. Das unterdrückte erotische Erbe der Muslime. einen neuen Blick auf die Geschichte der islamisch geprägten Gesellschaften: Liebe und Sex werden in der muslimischen Tradition als Geschenk Gottes genossen, was literarische Zeugnisse über Jahrhunderte hinweg belegen. Erst die Zeit des Kolonialismus mit der Verbreitung einer viktorianischen Moral haben zu den heutigen rigiden Sexualvorstellungen geführt.
Das Interview führt Dunja Ramadan, Redakteurin der Süddeutschen Zeitung und Buchautorin.Chrisa Lazariotou und Abathar Kmasch begleiten den Abend musikalisch mit Gesang und Oud.
 

Rainer Oechslen und Mirsad Niksić​ sprachen über das neue Wahlpflichtfach Islamischer Unterricht, das ab September an Bayerns Schulen angeboten werden soll. Das Gesetzgebungsverfahren ist in Gang.  Im Zuge des Islamforum Bayern hat Oechslen die Entwicklung schon seit vielen Jahren im Blick und wird die rechtlichen und politischen Fragen des neuen Faches besprechen. Mirsad Niksi, Islamlehrer in Ottobrunn, berichtet aus seiner Praxis als Islamlehrer – denn an einigen Schulen gibt es das Fach jetzt schon, bis jetzt noch als Schulversuch.

Musik: Aeham Ahmad, berühmt als der „Pianist aus den Trümmern“, der seit 2015 in Deutschland lebt. Während des syrischen Krieges spielte er auf seinem Klavier mitten im zerbombten Jarmuk/Syrien, heute macht er mit seinem einzigartigen Musikstil auf die verlassenen Menschen in seiner Heimat aufmerksam.

Humor stand am Faschingsdienstag im Vordergrund. Nevfel Cumart wusste mit seinen Texten Herz- und Lachmuskeln gleichermaßen zu kitzeln. "Von Bakschisch, Bosporus und Behörden" hieß der Abend, an dem ​Cumart seine Zuhörerinnen und Zuhörer auf gleich zwei kleine Reisen entführte. Auch wenn es in der Türkei keinen Fasching oder Carneval gibt, wurde an diesem Abend der Humor beider Welten zusammengebracht. 
 
Musik: Franz Josef Himpsl, der als waschechter Bayer türkische Musik spielt. Seine Unterbiberger Hofmusik spielt in Tracht und als Blaskapelle türkische Musik.

Während eines Dari Sprachkurses lernte die Kulturwissenschaftlerin 2015 Mohammad Hosseini kennen, der 2012 aus Afghanistan nach München gekommen war. Zusammen beschlossen sie einen Roman über die Lebensgeschichten von Einwandererfamilien mit kritischem Blick auf die europäische Migrationspolitik zu schreiben. Die Geschichte von Delta und Amanil steht stellvertretend für die vielen Fälle interkultureller Freundschaft, des Voneinanderlernens und des Kennenlernens der Welt durch die Reflexion täglicher Lebesrealitäten.
 
Musikalisch begleiteten Maria Reiter (am Akkordeon) und Michel Watzinger (am Hackbrett) den Abend. Auf ihren Instrumenten bayerisch angehaucht gaben sie eine Mischung aus Barockmusik und Südeuropäischer Volksmusik zum Besten.

Zum Thema "Was gibt mir Halt - auch in der Pandemie" hat sich eine Gruppe Jüdinnen, Christ:innen, Muslim:innen und eine Buddhistin zusammengefunden.  Im Scriptural Reasoning haben sie Texte ihrer heiligen Schriften betrachtet, besprochen und diskutiert. Dynamisch sind so Texte entstanden, Gebete wurden formuliert und sowohl die bindenden wie trennenden Momente wurden festgehalten.
Musikalisch wird das Gebet, wie schon im Dezember, begleitet von Yeksa und Hanes, mit Gesang und Gitarre auf Arabisch, Armenisch und Englisch. ​Lassen sie sich ein auf ein etwas anderes Gebet, das kein reines nebeneinander der Religionen spiegelt, sondern es im gemeinsam Blick in die Zukunft schafft, jeder Religion ihren eigenen Moment zu schenken.

Um der internationalen Woche gegen Rassismus den Weg zu bereiten, wurde Waseem​ eingeladen. Waseem ist "Respekt Coach", der Workshops und Fortbildungen "aktiv gegen Rassismus und Radikalisierung" organisiert.  Dazu ist er Rapper, Poetry Writer und Dj, der sich für die künstlerische Entfaltung Jungendlicher und besonders auch geflüchteter Menschen in München einsetzt. 

Waseem sprach über „Religion, Rassismus, Rap & Repräsentation - Zusammenhänge und  Lösungsansätze“ sprechen und bot auch eigene künstlerische Momente dar.

Musikaliscvhe Begleitung: Negga Dou, ein senegalesicher Aktivist und Künstler, der gerade in München zu Besuch ist.

Am Dienstag 16.03. wurde Licht auf ein Thema geworfen, das derzeit leider nicht mehr in den Medien vorkommt: Die Rettung vor dem Ertrinken von Menschen auf ihrem Fluchtweg über das Mittelmeer. 
Am Beispiel des letzten Einsatzes in 2020 mit der Alan Kurdi von Sea-Eye e.V. erhalten Sie Einblicke in die zivile Seenotrettung, wie diese im Rahmen nationaler und internationaler Gesetze und Abkommen operiert und mit welchen staatlichen Widerständen die NGOs sich seit Jahren national und international konfrontiert sehen.
Die Referentin Iris Hüttner war für Sea-Eye e.V. als Agentin auf Malta tätig.
Der Vortrag wird begleitet von Gesang und Gitarrenspiel von Elie Kayembe, er ist bekannt in München durch Solo- und Bandauftritte mit Soul- und Pop-Musik, teilweise im Stile von Lobpreis, wie man ihn von Gottesdiensten kennen, aber auch mit gesellschaftskritischen Liedern, in denen er zu Solidarität und Frieden aufruft.

Bente Scheller berichtet über die „aktuelle Situation in Syrien“. Ein Thema, um das es in Corona-Zeiten merkwürdig still geworden ist, zumindest was die Medien mit der größten Verbreitung betrifft. Derweil geht der Terror des Regimes in Damaskus weiter. Es hat nur seine Propaganda umgestellt.

Bente Scheller, zurzeit Leiterin der Referats Nahost und Nordafrika bei der Heinrich-Böll-Stiftung, hat mit ihrer Familie in Damaskus und Beirut gelebt und auch die Dienstelle des Islam- und Dialogbeauftragten bei Vorträgen und auf Tagungen an ihrem Wissen teilhaben lassen. Auch jetzt ist sie über die Lage in Syrien sehr gut informiert und wird über den neuesten Stand aufklären.

Zum zweiten Mal begleitet Aeham Ahmad, der als der „Pianist aus den Trümmern“ berühmt wurde, den Abend musikalisch. Als er noch in Syrien lebte, spielte er in zerbombten Städten und Geflüchtetenlagern auf seinem Klavier, um Hoffnung zu schenken. Seit 2015 lebt er in Deutschland und macht mit seinem einzigartigen Musikstil auf die verlassenen Menschen in seiner Heimat aufmerksam.

Das Lager in Lipa stand in Flammen. Es war nicht das erste. Die Menschen, die dort wohnen mussten, sind nun in leerstehende Häuser umgesiedelt, aus denen sie mit Gewalt wieder herausgetrieben werden. Die meisten leben auf der Straße oder in provisorischen Zeltlagern. Die Versorgung ist äußerst mangelhaft. Die Menschen fühlen sich verlassen. Mitteleuropas Politik lässt auch Bosnien mit dieser Aufgabe des humanitären Notstandes im Stich. Auch hier sind es Ehrenamtliche und hilfsbereite Anwohner, die versuchen diesen Menschen beizustehen.

Husein Durmic und Zehida Bihorac sind helfende Hände vor Ort. Sie werfen aus bosnischer Perspektive ein Licht auf die Situation. Rainer Oechslen schildert ebenfalls, wie er die Begegnung vor wenigen Wochen empfunden hat. Musikalisch wird der Abend mit bosnischen Klängen von Mustafa Sirbic begleitet.​

Termin: Jeden Dienstag Abend um 20 Uhr über Zoom. Jede*r ist herzlich willkommen - gerne auch schon 15 Minuten früher zum informellen Austausch. Ansprechpartnerin für den Zugang zur Cloud mit den Videos vergangener Veranstaltungen sowie bei technischen Probleme oder Fragen: Alexandra Morath.

05.04.2021
ELKB

Mehr zum Thema

weitere Informationen zum Artikel als Downloads oder Links