Ein Team aus dem Dekanat Neu-Ulm bei einem Besuch in der Partnerdiözese Skara.

Voneinander lernen: ein Team aus dem Dekanat Neu-Ulm bei einem Besuch in der Partnerdiözese Skara.

Bild: ELKB

Partnerschaft mit der Diözese Skara

Voneinander lernen

Mit dem Skara Stift, der ältesten der 13 Diözesen in Schweden, verbindet die Bayerische Landeskirche seit 2004 eine intensive Beziehung.

Ziel der Zusammenarbeit war von Anfang an, auf verschiedensten Ebenen voneinander zu lernen. Denn obwohl die gesellschaftlichen Gegebenheiten sehr ähnlich sind, haben die beiden Kirchen doch oft unterschiedliche Wege, darauf zu reagieren und sich zu engagieren.

2008 starteten die Landeskirche und die Diözese einen intensiven Austausch. Dazu gehören Delegationen auf Kirchenleitungsebene, Gemeinde- und Jugendbegegnungen sowie gegenseitige mehrwöchige Besuche unterschiedlicher Berufsgruppen, mit dem Ziel, Einblick in das Denken und Arbeiten der Partner zu erhalten (Austauschprogramm). Auch in der Musik wollen die Partner voneinander lernen. So arbeiten seit einigen Jahren die Hochschule für Evangelische Kirchenmusik in Bayreuth und die folkhögskola in Hjo intensiv zusammen.

Die ELKB und die Diözese von Skara stehen in einer lebendigen Beziehung, beleben sich gegenseitig und lernen voneinander. ... Beide Kirchen sind stark herausgefordert durch die säkularisierte und pluralisierte Gesellschaft, in der sie leben. Beide versuchen Antwort darauf zu finden, wie sie in dieser Situation Kirche sein können."

Aus der Partnerschaftsvereinbarung 2016

Auf bayerischer Seite ist besonders die Kultur der Teamarbeit, die berufsgruppenübergreifende Zusammenarbeit und der hohe Stellenwert der Kirchenmusik bei den Schweden von großem Interesse. Auf schwedischer Seite wird der große Einsatz von Ehrenamtlichen in der ELKB sehr geschätzt. 2010 wurde eine Absichtserklärung zwischen der Diözese Skara und der ELKB und 2016 eine überarbeitete Vereinbarung mit Skara unterzeichnet. Nach jeweils fünf Jahren soll geprüft werden, ob die enge Zusammenarbeit fortgeführt wird.

Inzwischen fand der fünfte Durchgang des Austauschprogramms der Diözese Skara und der ELKB statt. Vom 22. März bis 01. April 2019 war ein vierköpfiges, berufsübergreifendes Team aus dem Dekanatsbezirk Schwabach zu Gast im Pastorat Alingsas. Ihre Aufgabe war es, die Strukturen der kirchlichen Arbeit in Alingsas wahrzunehmen, zu hinterfragen und dabei herauszufinden, welche Impulse für die eigene Arbeit, für die Gemeinde bzw. den Dekanatsbezirk und für die ELKB gewonnen werden können.

Verlängerung der Partnerschaftsvereinbarungen mit Skara beschlossen

„Miteinander und voneinander lernen – das war das Ziel, und es hat Früchte getragen“, betonte Oberkirchenrat Michael Martin, Abteilungsleiter für Ökumene und Kirchliches Leben, als er vor der Landessynode für die Verlängerung der Partnerschaft mit Skara warb. Konkret nannte Martin drei Impulse aus Schweden, nämlich die „selbstverständliche Zusammenarbeit in berufsübergreifenden Teams“, der „hohe Wert der Kirchenmusik“ sowie der „Umbau von Kirchengebäuden zu integrierten Gemeindezentren“. Diese Partnerschaft soll fortgeschrieben werden. Als zentraler Aspekt für die nächsten Jahre stehe unter anderem die Intensivierung der Jugendbegegnungen und der Zusammenarbeit der Jugendlichen auf dem Programm. Einstimmig hat die Landessynode nun das Kirchengesetz zur Partnerschaftsvereinbarung in aktualisierter Form beschlossen. Die Vereinbarungen werden auf der kommenden Synodaltagung Ende März 2022 im Beisein der schwedischen Partner unterzeichnet.

Impressionen aus dem Austauschprogramm (Dekanat Neu-Ulm)

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05.12.2021
ELKB

Ansprechpartner für Schweden-Partnerschaft

Dr. Maria Stettner

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