Die Fastenaktion will das europäische Miteinander stärken und gemeinsam einen Beitrag zu einem solidarischen Europa leisten.
Bild: ELKB
Fastenaktion 2026
Chancen stärken für Roma in Ungarn
Mit der evangelischen Fastenaktion „Füreinander einstehen in Europa“ lädt die Evangelisch-Lutherische Kirche in Bayern auch 2026 wieder dazu ein, über nationale Grenzen hinweg solidarisch zu handeln. Jedes Jahr rückt ein europäisches Partnerland in den Mittelpunkt – 2026 ist dies Ungarn. Das Leitthema lautet: „Chancen stärken für Roma in Ungarn“
Im Fokus stehen zwei konkrete Spendenprojekte: die Bildungsintegration von Roma-Kindern und -Jugendlichen sowie die sozialdiakonische Unterstützung von Roma-Familien. Ziel ist es, Ausgrenzung zu überwinden, Teilhabe zu ermöglichen und Perspektiven für ein selbst bestimmtes Leben zu eröffnen.
Die Fastenaktion wird getragen von Evangelisch-Lutherischer Kirche in Bayern, Diakonischem Werk Bayern, Martin-Luther-Verein in Bayern, dem Gustav-Adolf-Werk in Bayern, sowie 2026 dem Evang. Bildungszentrum Bad Alexandersbad e.V. und der Evang. Arbeitsstelle für Antiziganismus in Bayern.
Feierliche Eröffnung in Bad Alexandersbad
Die Fastenaktion wird vom 1. bis 4. März 2026 mit einer mehrtägigen Eröffnungsveranstaltung im Evangelischen Bildungs- und Tagungszentrum Bad Alexandersbad feierlich eröffnet.
Zu Gast ist eine Delegation der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Ungarn, darunter Bischof Péter Kondor, Vertreterinnen und Vertreter der Kirchenleitung, Roma aus ungarischen Roma-Kollegien sowie eine ungarische Roma-Jazzband. Die Begegnung lebt von persönlichem Austausch, geistlicher Gemeinschaft, Musik und intensiven Gesprächen.
Programm-Highlights der Begegnung zur Eröffnung der Fastenaktion
Am Montag 2. März feiern wir gemeinsam einen festlichen Morgengottesdienst mit Regionalbischöfin Berthild Sachs, Bischof Péter Kondor, Pfarrerin Dr. Hager und Kirchenrat Raphael Quandt. Die musikalische Gestaltung übernimmt eine ungarische Roma-Band. Im Anschluss findet eine Matinee mit Grußworten und Empfang statt – ein feierlicher Start in die Fastenaktion 2026.
Ein ausführlicher Themennachmittag am 2. März widmet sich der Situation der Sinti und Roma in Bayern und Ungarn. Auf dem Programm stehen: Der MIA-Jahresbericht zur Lage von Minderheiten, ein ungarischer Bericht zur Situation der Roma, Beiträge zum kirchlichen Engagement gegen Antiziganismus in Ungarn und Bayern und Historische Perspektiven, u.a. zur Aufarbeitung der Verfolgung von Sinti und Roma.
Eine Exkursion nach Münchberg und Weißenstadt am Dienstag 3. März führt zu Orten regionaler Erinnerungsarbeit. Vorträge, Schulbesuche und Gespräche thematisieren Antiziganismus, Gedenkkultur und Bildungsarbeit. Ziel ist es, historische Verantwortung und aktuelle Herausforderungen miteinander zu verbinden.
Am Abend folgt eine kirchliche Begegnung mit Roma-Musiker:innen und dem Kirchenchor in Bad Alexandersbad, ergänzt durch Impulse des Vereins Amaro Drom e.V. sowie einen gemeinsamen Abendsegen mit geistlichen Gedanken zur Fastenaktion.
Die Fastenaktion 2026 lädt dazu ein, hinzusehen, zuzuhören und zu handeln. Die Lebensrealität vieler Roma in Ungarn ist noch immer von Armut, Bildungsbenachteiligung und Diskriminierung geprägt. Die geförderten Projekte setzen genau hier an: Sie eröffnen Bildungschancen, stärken soziale Teilhabe und fördern gegenseitigen Respekt.
Fastenaktion füreinander einstehen in Europa
Die bayernweite Aktion wird in Kooperation mit den Diasporawerken Gustav-Adolf-Werk und Martin-Luther-Verein, sowie dem Diakonischen Werk Bayern getragen. Dank aller Gaben, Kollekten und Spenden leistet die Fastenaktion Jahr für Jahr einen Beitrag zum besseren Miteinander in Europa. Die jährliche Fastenaktion will mehr sein, als „nur“ punktuelle Projektunterstützung. Sie ist eingebettet in lebendige Beziehungen zwischen den Kirchen. Im Sinne einer „Brückenbauerin“ kann die Fastenaktion das europäische Miteinander stärken und gemeinsam einen Beitrag zu einem solidarischen Europa leisten.
17.02.2026
ELKB