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500 Jahre Täuferbewegung

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"500 Jahre Täuferbewegung" ruft auf, darüber nach-zudenken, was Christsein unter täuferischen Vorzeichen im 21. Jahrhundert bedeutet.

Bild: 500 Jahre Täuferbewegung 2025 e.V.

Im Jahr 2025 erinnern Gemeinden und Kirchen, die sich auf die Täuferbewegung der frühen Neuzeit zurückführen oder sich mit ihr verbunden wissen, an die erste täuferische Glaubenstaufe im Jahr 1525.
 

In der evangelischen Landschaft Deutschlands dominieren bis heute die lutherische oder die reformierte Tradition. Der dritte Flügel der Reformation, zu dem die täuferische Reformation zählt, gerät oft in Vergessenheit. Das Jahr 1525 steht für den Beginn der täuferischen Reformation wie das Jahr 1517 für die Wittenberger Reformation Martin Luthers. Täuferische Kirchen bereiten sich mit einer fünfjährigen Phase auf 500 Jahre Täuferbewegung vor.

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Täuferische Kirchen praktizieren die sogenannte Gläubigentaufe. Getauft werden nicht Säuglinge, sondern mündige Menschen, während die Säuglingstaufe von den „Täufern“ nicht als Taufe betrachtet wurde (und größtenteils heute noch wird). In der Reformationszeit nahm die täuferische Tradition einen anderen Weg als die Reformation Martin Luthers oder die Reformation der Schweizer Reformatoren Johannes Calvin und Huldrich Zwingli. Genaugenommen kann man auch nicht von einem Weg der Täufer sprechen, denn unter diesem Überbegriff werden unterschiedliche Entwicklungen zusammengefasst: Schweizer Brüder, Hutterer, Melchioriten, Münsteraner Täufer, Mennoniten. Baptisten gibt es seit Beginn des 17. Jahrhunderts.

Diese Vielfalt der Täuferbewegung nimmt das Projekt „Täuferbewegung 2025“ auf und behandelt in den Jahren 2020-2024 Themen und theologische Überzeugungen, die für sie kennzeichnend und prägend sind.

2025: Gedenkveranstaltungen

Im Jahr 2025 werden Gedenkveranstaltungen stattfinden, die gemeinsam von verschiedenen Institutionen und Netzwerken der täuferischen Kirchen (u.a. Mennonitische Weltkonferenz, Baptistischer Weltbund) verantwortet werden.

Einladung zum Mitmachen!

Auch lutherische Gemeinden und Interessierte können sich an 500 Jahr Täuferbewegung beteiligen – durch eigene, möglichst mit täuferischen Kirchen gemeinsam gestalteten Projekten oder durch Teilnahme an Angeboten der mennonitischen oder baptistischen Nachbargemeinden. Im Ökumenischen Jahr 2021 fördert die ELKB Projekte mit Bezug zu „500 Jahr Täuferbewegung“.


28.07.2020 / Maria Stettner